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Lübeck sagt No zu "Einweg-to-go"

 

Einen Verzicht auf Coffee-to-go-Einwegbecher zu Gunsten einer Mehrwegvariante, die sich stadtweit etabliert - das ist das Ziel einer Gruppe Lübecker Akteure aus Politik, Verwaltung, Gewerbetreibender und Verbände.

Runder Tisch am 17.01.2018Vor dem Hintergrund eines Bürgerschaftsbeschlusses zur Reduzierung von Einweggetränke- bechern vom Juni 2017 sind die Entsorgungsbetriebe der Hansestadt Lübeck, die DEHOGA, die Landwege e.G., das Lübeck Management, das Studentenwerk Schleswig Holstein, die Bäckerei Junge, der BUND sowie Mitglieder der Bürgerschaftsfraktionen der Einladung des Bereiches Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz gefolgt, um gemeinsam über konkrete Möglichkeiten für die Umsetzung zu beraten.

Unter Berücksichtigung ordnungsrechtlicher Rahmenbedingungen sowie am Beispiel vorhandener Systeme in anderen Städten und in Lübeck bereits praktizierter einzelner Modelle, stellt der Verzicht auf Einwegbecher einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Abfallvermeidung sowie zum Ressourcen- und Klimaschutz dar.
In Bezug auf bundesweite Zahlen von 2,8 Milliarden Einwegbechern pro Jahr (DHU) entfallen für den schnellen Kaffee-Genuss in Lübeck - rein rechnerisch - zurzeit etwa 7,3 Millionen Papp-Einwegbecher an. Das entspricht bundesweit einem Wasserverbrauch von 1,5 Milliarden Litern, und 43.000 gefällten Bäumen für die Herstellung.Hinzu kommen die aus Polyethylen bestehenden Deckel. Neben dem enormen Ressourcenverbrauch wirkt sich der Einwegkonsum zusätzlich auf die Umwelt aus und spiegelt sich im Stadtbild durch achtlos weggeworfene Kaffeebecher wieder.

Mit einem „No“ zu Einweg „To go“ übernimmt Lübeck Verantwortung und ergreift die Initiative, der zunehmenden Einweg- und Abfallflut von Kaffeebechern sowie unnötigen Entsorgungskosten entgegenzuwirken.
Die Planungen zur Einführung eines Mehrwegsystems für den Kaffeegenuss sind am 17. Januar - im Rahmen des zweiten runden Tisches - ein gutes Stück voran gekommen. Das Aktionsbündnis hat sich für die Einführung eines Mehrweg-Pfand-Systems ausgesprochen.
Die auf dem Markt bestehenden Angebote für Pfandbecher sind ausgereift und marktfähig. Andere Städte wie Berlin, München, Oldenburg und Göttingen machen es vor. Um die Einführung des Pfandbechers zu befördern, einigten sich die anwesenden Vertreter der politischen Parteien schnell darauf einen interfraktionellen Antrag in die Bürgerschaft einzubringen. Für die Umsetzung in Lübeck müssen die vorhandenen Pfandangebote geprüft, verglichen und mit den vorhandenen Anbietern von Coffee-To-Go-Produkten und dem Runden Tisch diskutiert werden.
Die Pfandbecher der vorgestellten Systeme haben alle einen ungefähren Pfandpreis von 1,- Euro und können bei sämtlichen angeschlossenen und vielen überregionalen Betrieben abgegeben werden. Mittels einer App kann die nächste Abgabestelle leicht erkundet werden. Mitmachende Bäckereien und Betriebe sind über ein  - auf dem Fenster oder an der Tür - angebrachtem Logo einfach auszumachen.
Alle Anbieter von Einweg to go Produkten, die sich für unsere Umwelt engagieren wollen und Interesse an dem Thema haben können sich unverbindlich melden,  beim Bereich Umwelt,- Natur- und Verbraucherschutz, Kontakt: Klimaschutzleitstelle, Herr Fey: Telefon: (0451)122-3969; E-Mail: unv@luebeck.de.