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Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie

Die Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie fand in zwei Stufen statt.
In der ersten Stufe wurden in Lübeck im Jahr 2007 die Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 6 Mio. Fahrzeugen pro Jahr und die Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 60.000 Zügen pro Jahr kartiert.
In der zweiten Umsetzungsstufe stellt die Hansestadt Lübeck einen Ballungsraum dar. Zu diesem gehören auch folgende Umlandgemeinden: Gemeinde Stockelsdorf, Gemeinde Ratekau (Ortsteil Sereetz), Stadt Bad Schwartau, Gemeinde Groß Grönau (Stadtgrenze Lübeck bis Klein Grönau), Gemeinde Lüdersdorf (Ortsteil Herrnburg). Jede Gemeinde bzw. Stadt ist für die Aufstellung ihres eigenen Lärmaktionsplans verantwortlich. Es findet jedoch ein regelmäßiger Austausch statt.
Die zweite Umsetzungsstufe ist mit der Erstellung des Lärmaktionsplans (2013/2014), der am 26.06.2014 von der Bürgerschaft beschlossen wurde, abgeschlossen. Mindestens alle 5 Jahre muss eine Überprüfung und bei wesentlichen Veränderungen auch eine Überarbeitung des Lärmaktionsplans erfolgen. Die Fortschreibung des Lärmaktionsplans an Hauptverkehrsstraßen ist für das Jahr 2018 geplant.

Als Ballungsraum hat die Hansestadt Lübeck auch Industrie- und Gewerbeanlagen [IVU-Anlagen gemäß Anhang I der Richtlinie über die Integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung der EU] zu kartieren. Hierunter fallen die sich auf dem Lübecker Stadtgebiet befindlichen Häfen.
Welche Gebiete das im Einzelnen sind, wird aus der Veröffentlichung der Lärmkarten sowie aus dem Ergebnisbericht und dem dazugehörigen Erläuterungsbericht ersichtlich:
» Ergebnisbericht Hafen (2012)
» Erläuterungsbericht Hafen (2012)
Eine Überarbeitung der Lärmkarten für Industrie- und Gewerbeanlagen erfolgt nicht, da es in diesen Bereichen keine wesentlichen Änderungen gegeben hat.

Für eine verfeinerte Bewertung der Lärmsituation wurde das Rechenmodell der Lärmkartierung der Lübecker Hauptverkehrsstraßen mit der LärmKennZiffer-Methode betrachtet (Betroffenheitsanalyse anhand der straßenabschnittsbezogenen LärmKennZiffer) Lärmbetroffenheiten können anhand der sogenannten LärmKennZiffer dargestellt werden. Diese wurde wie folgt von einem beauftragten Gutachterbüro ermittelt:

Die beiden folgenden Karten zeigen die LKZ (bezogen auf einen Straßenabschnitt von 100 Metern) einmal über einen Zeitraum von 24 Stunden (LDEN) und über den Nachtzeitraum (LNight):
» LKZ 24h (2013)
» LKZ Nacht (2013)
Eine Überarbeitung der LKZ erfolgt 2017/2018.

Nachfolgend stellen wir Ihnen den derzeit noch aktuellen Lärmaktionsplan der zweiten Umsetzungsstufe als Download zur Verfügung:
» Lärmaktionsplan: Hauptverkehrsstraßen und Hafen (2013/2014)

Informationen:

Der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck hat dem Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz die Federführung für die Umsetzung der Richtlinie übertragen. Das beinhaltet sowohl die Durchführung der Lärmkartierung als auch die Aufstellung des Aktionsplans.
Ausgenommen davon ist die Lärmkartierung an Haupteisenbahnstrecken. Nicht nur hierfür, sondern auch für die Aufstellung eines bundesweiten Lärmaktionsplans für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes mit über 30.000 Zugbewegungen pro Jahr, ist seit dem 01. Januar 2015 das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) zuständig.

Für Lübeck betrifft das die Streckenabschnitte 1120 (Lübeck Hbf. – Richtung Hamburg) und 1100 (Lübeck Hbf. – Abzweig Bad Schwartau).
Die Ergebnisse der Lärmkartierung wurden Ende Juni 2017 durch das EBA veröffentlicht und können mit einem interaktiven und kostenfreien Kartendienst betrachtet werden

Am 30. Juni 2017 hat das EBA mit der ersten Phase der bundesweiten Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung an Haupteisenbahnstrecken des Bundes begonnen. Bis zum 25.08.2017 konnten Bürgerinnen und Bürger an einer Befragung im Internet teilnehmen und sich damit an der Erstellung des Lärmaktionsplans beteiligen. Betroffene konnten ihre persönliche Belastungssituation durch Schienenverkehrslärm unter http://www.laermaktionsplanung-schiene.de einbringen.

In der zweiten Beteiligungsphase besteht die Möglichkeit, die veröffentlichten Ergebnisse der Lärmaktionsplanung noch einmal zu bewerten. Diese Beteiligung soll vom 24.01. bis zum 07.03.2018 erfolgen.

Für den Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz hat die Information und die Mitwirkung der Öffentlichkeit im Rahmen der Aktionsplanung eine zentrale Bedeutung.
Der Projektbeirat (Lärmbeirat) ist ein wichtiger Bestandteil der Öffentlichkeitsbeteiligung. Er setzt sich aus unterschiedlichen Interessengruppen zusammen, die gemeinsam an Konzepten zur Lärmminderung arbeiten. Die Verantwortung für die Durchführung der Lärmminderungsplanung in der Hansestadt Lübeck liegt beim Bereich Umwelt- Natur- und Verbraucherschutz.
Weitergehende Informationen zur Lärmaktionsplanung erhalten Sie auf der Themenseite des Landesministeriums.
Die Aktionspläne der ersten Stufe (2008) stehen Ihnen nachfolgend als Download zur Verfügung:
» Lärmaktionsplan: Hauptverkehrsstraßen (2008)
» Lärmaktionsplan: Schienen (2010)

Ein Teil des Aktionsplans befasst sich mit der Festlegung von sogenannten ruhigen Gebieten. Weitere Informationen erhalten Sie hier

Kontakt:
Telefon: 0451/122-3969 oder 0451/122-3946
Email: unv@luebeck.de

Angeboten von

Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (UNV): Natur, Klima und Immissionen
Kronsforder Allee 2 - 6
23560 Lübeck
Ansprechpartner:Michael Zeckel
Telefon:0451 / 122 - 3928
Fax:0451 / 122 - 3990
Email:unv@luebeck.de
Internet-Adresse:http://www.unv.luebeck.de

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