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Kleinfeuerungsanlagen

Häusliche Kleinfeuerungsanlagen, zu denen Öl- und Gasheizkessel privater Haushalte ebenso wie Kamin-, Kachel und Pelletöfen zählen, müssen nach der Kleinfeuerungsanlagenverordnung unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Insbesondere die Verfeuerung von Festbrennstoffen kann bei nicht fachgerechtem Betrieb zu erheblichen Emissionen von Staub, Benzol, Stickoxiden und weiterer Schadstoffe führen.

Informationen:

Emissionsgrenzen für Einzelraumfeuerungsanlagen

Mit dem Jahr 2010 gelten für neue Öfen Abgas-Grenzwerte für Kohlenmonoxid und Staub, die bei einer sog. Typprüfung einzuhalten sind. Weiterhin muss ein Mindestwirkungsgrad nachgewiesen werden. Messungen finden also statt, bevor ein Gerät auf den Markt kommt. Auch für alte Öfen gibt es Schadstoffgrenzwerte, deren Einhaltung zum Schutz der Umwelt und der Bevölkerung nachgewiesen werden muss. Allerdings gelten hier lange Übergangsfristen, die je nach Alter der Anlage zwischen 2015 und 2025 auslaufen. Auch danach sind die Grenzwerte, die für alte Geräte gelten, weniger streng als die für Neuanlagen. Bei Fragen zur Auswahl des Ofens und zum richtigen Einbau (z.B. auch zur Auswahl des Schornsteins und dem Abstand zur nächsten Bebauung) sowie zur fachgerechten Bedienung können Sie sich an Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister oder an einen Schornsteinfeger ihrer Wahl wenden.
Wer für Ihren Kehrbezirk zuständig ist, erfahren Sie bei der
» Abteilung Gewerbeangelegenheiten (Aufsichtsbehörde der Schornsteinfeger) oder bei der
» Kreisvereinigung der Lübecker Bezirksschornsteinfeger.

Heizen mit Holz und anderen festen Baustoffen

Der Gesetzgeber hat eine Liste mit den Brennstoffen, die in einer Kleinfeuerungsanlage zulässig sind, zusammengestellt. In Betracht kommen z.B trockenes naturbelassenes Holz, Steinkohle, Braunkohle, Koks, Brenntorf, Holzbriketts sowie Grill-Holzkohle. Auf keinen Fall darf gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz, Sperrholz, Faserplatten etc. sowie Verpackungsmaterial oder Abfall verfeuert werden. Denn hierbei entstehen hochgiftige Stoffe wie z.B. Dioxine und Furane, die nicht nur in die Umwelt gelangen sondern auch die Wohnräume belasten. Bedenken Sie auch, dass z.B. das Verbrennen von Abfällen und schadstoffbelasteten Hölzern im häuslichen Ofen und Kamin strafbar ist!

Nachbarschaftsstreitigkeiten, Gesundheitsschädigungen und erhöhte Umweltbelastungen entstehen hauptsächlich bei der unsachgemäßen Nutzung von Kaminöfen und Kaminen. So ist beispielsweise der Betrieb von Holzheizungen des Bauarttyps 1, (wozu alle offenen Kamine und auch Kamine mit Türen, die nicht selbsttätig schließen, zählen) nicht dauerhaft, sondern nur „gelegentlich“ erlaubt. Von einer „gelegentlichen Nutzung“ wird in der Regel ausgegangen, wenn der Kamin an maximal 8 Tagen im Monat und jeweils nicht länger als 5 Stunden genutzt wird. Bei der Bewertung spielen aber letztendlich auch die Gegebenheiten vor Ort eine wichtige Rolle.
Im Beschwerdefall (z.B. starke und häufige Rauch- und/oder Geruchsbelästigung im privaten Bereich) wenden Sie sich bitte zunächst an Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfeger, ansonsten an den Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen zur neuen Kleinfeuerungsverordnung, eine Liste mit zugelassenen festen Brennstoffen, Emissionsgrenzwerte und Übergangsfristen für unterschiedliche Feuerstätten sowie zur richtigen Bedienung der Anlage erhalten Sie in einer vom Umweltbundesamt (UBA) herausgegebenen Informationsbroschüre:
» UBA Broschüre: Heizen mit Holz

Ihre Ansprechpartnerin:
Barbara Schäfers, Telefon: 0451/122-3983
Britta Meybohm, Telefon 0451/122-3946

Angeboten von

Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz: Natur, Klima und Immissionen
Kronsforder Allee 2 - 6
23560 Lübeck
Ansprechpartner:Michael Zeckel
Telefon:0451 / 122 - 3928
Fax:0451 / 122 - 3990
Email:unv@luebeck.de
Internet-Adresse:http://www.unv.luebeck.de

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