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Baumschutz


Bäume sind Nahrung, Lebensraum, Sauerstoff-, Schattenspender und viel mehr...

Baumgefühl

Lübeck besitzt einen reichen Baumbestand, darunter rund 200 alte Bäume, die als „Naturdenkmale“ ausgewiesen sind.
Der Schutz des Baumbestandes ist u.a. in der Baumschutzsatzung der Hansestadt Lübeck geregelt.


Informationen zum Baumschutz im Überblick:

•  Weitergehende gesetzliche Regelungen

•  Baumfällantrag

•  Fällverbotsfrist 

•  Artenschutz 

•  Was sind grundsätzlich keine ausreichenden Fällgründe?

•  Kosten und Gebühren

 


Weitere gesetzliche Regelungen

Auch wenn der Baum nicht durch die Baumschutzsatzung geschützt sein sollte, kann das Fällen eines Baumes eine Genehmigung nach dem Landesnaturschutzgesetz erfordern, wenn es sich hierbei um einen Eingriff in Natur und Landschaft handelt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Baum als landschaftsbildprägend eingeschätzt werden kann. In seltenen Fällen gilt der Schutz dann beispielsweise auch für Bäume, die innerhalb der 6m-Gebäudezone oder im Hintergarten stehen, wo Bäume nach der Baumschutzsatzung nicht geschützt sind. Landschaftsbildprägend sind oft Ufergehölze, Alleen und alte, weithin sichtbare Bäume.

Es gibt im Stadtgebiet der Hansestadt Lübeck noch andere Schutzvorschriften, wie zum Beispiel in Landschaftsschutzgebieten, Naturschutzgebieten, geschützten Landschaftsbestandteilen oder in den jeweiligen Bebauungsplänen, die zu beachten sind.

Beachten Sie bitte, dass auch die unterirdischen Wurzelbereiche des Baumes geschützt sind; Bauarbeiten im Wurzelbereich sind daher in der Regel nicht erlaubt. Der Wurzelbereich ist normalerweise mindestens so groß wie der Kronenbereich.






Baumfällantrag

Wenn Sie einen geschützten Baum fällen oder zurückschneiden wollen, stellen Sie bitte einen schriftlichen Antrag beim Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz  mit genauen Angaben zum Standort des Baumes, zum Stammumfang und zum Abstand von Gebäuden. Diese Angaben dienen dazu, dass Ihr Antrag zügig bearbeitet werden kann - fehlende oder unvollständige Angaben führen zwangsläufig zu Verzögerungen und Rückfragen.
Baumfällantrag

 

 


Fällverbotsfrist:

Bäume, Knicks, Hecken, anderes Gebüsch und sonstige Gehölze dürfen in Schleswig-Holstein  in der Zeit vom 01. März bis 30. September in der Regel nicht gefällt, gerodet, auf den Stock gesetzt oder auf sonstige Weise beseitigt werden. Dies gilt auch für Gehölze, die nicht durch die Baumschutzsatzung oder durch anderes Recht besonders geschützt sind. Ein Pflegeschnitt bei Hecken oder ein geringfügiger Rückschnitt von Gehölzen fällt nicht unter dieses Verbot. Allerdings dürfen brütende Vögel dadurch nicht gestört werden.

Bitte stellen Sie Ihren Antrag auf Baumfällung im Hinblick auf die Fällverbotsfrist möglichst frühzeitig!




Artenschutz:

Sollten sich in den zur Fällung anstehenden Bäumen Höhlen befinden, die von Fledermäusen oder Höhlenbrütern bewohnt werden, ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz auch dieser Lebensraum der streng geschützten Tiere zu erhalten. Nehmen Sie in diesen Fällen bitte  Kontakt mit uns auf.

 

 

Was sind grundsätzlich keine ausreichenden Fällgründe?

Laubfall und Fruchtfall bzw. Samenwurf sind natürliche Vorkommnisse bei Bäumen, die nach vorherrschender Rechtsprechung im Allgemeinen (auch von Nachbarn) hingenommen werden müssen. Auch können Gehölze und bauliche Anlagen (Mauern, Abwasserrohre, Bodenbeläge, etc.) nebeneinander dauerhaft existieren, ohne dass der betroffene Baumbestand entfernt werden muss. Bei Problemen kann man sich hier mit technischen Möglichkeiten behelfen (z.B. wurzelfeste Abwasserrohre, Wurzelbrücken, Aussparungen am Mauerwerk, Niveauerhöhungen bei Bodenbelägen, etc.).



Welche Kosten entstehen?


1. Gebühren:
Die Erteilung oder Ablehnung einer Baumfällgenehmigung ist entweder aufgrund der Baumschutzgebührensatzung der Hansestadt Lübeck oder aufgrund des Verwaltungskostengesetzes und der Landesverordnung über Verwaltungsgebühren des Landes Schleswig-Holstein gebührenpflichtig.
Die Höhe der Gebühren hängt vom Einzelfall ab. 


2. Fällkosten
Die Kosten für das Fällen des Baumes müssen Sie selbst tragen.

3. Kosten für Ersatzpflanzung

Die durch die Beseitigung eines Baumes oder mehrerer Bäume hervorgerufenen Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes sind in der Regel durch Neupflanzungen auszugleichen. Die Kosten hierfür tragen Sie als Antragsteller.