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Regiobranding, Detailinformationen

 

Am 26. März 2015 startete das Projekt Regiobranding in der Fokusregion Lübeck/Nordwestmecklenburg mit einer Auftakt- veranstaltung im Museum für Natur und Umwelt, in der über das Projekt informiert und um aktive Zusammenarbeit geworben wurde. Seitens der TeilnehmerInnen ergaben sich bei aktiver Mitarbeit zahlreiche Ideen für die ländlichen Bereiche /die Kulturlandschaften der Region (s. Ideensammlung).
Im Frühjahr 2015 wurden außerdem ca. 80 Menschen aus der Fokusregion interviewt und nach ihrer Einschätzung zu den lokalen Kulturlandschaften befragt.  Zu den Interviewten gehörten einerseits Menschen, die als Vertreter/innen von Verbänden, Parteien oder sonstigen Interessengemeinschaften eine Funktion wahrnehmen.

Zur Hälfte jedoch wurden Menschen interviewt, die in der Fokusregion wohnen und ein allgemeines oder persönliches Interesse an den sie umgebenden Landschaften haben. Im Juni/Juli 2015 fand eine Befragung von ca. 3.000 Haushalten in der Fokusregion statt. Dabei wurde unter anderem befragt, was an der Kulturlandschaft in der Region besonders wertgeschätzt wird.
Interviews und Fragebögen wurden von Wissenschaftlern des niedersächsischen Institut für Wirtschaftsförderung und der Leibniz-Universität Hannover  ausgewertet.

 

 

Beim Walderlebnistag auf der Katharinenwiese in Israelsdorf am 6. September 2015 war das Lübecker Regiobranding-Team mit einem Stand und attraktiven Angeboten dabei. Kinder konnten selbst ihre Lieblingslandschaft gestalten und Erwachsene auf einer Karte der Fokusregion die Orte markieren, an denen sie in der Natur glücklich sind.

 

 

   

 

 

Am 7. Dezember 2015 fand das 2. Akteurstreffen  im Museum für Natur und Umwelt statt. Auch die Öffentlichkeit war eingeladen. Über 50 Interessierte folgten der Einladung des Bereichs Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (UNV) und tauschten sich über die ersten vorgestellten Forschungsergebnisse der Universität Hannover aus, bewerteten die heimischen Kulturlandschaften aus ihrer Sicht und trugen Ideen bei, warum bestimmte Orte in der Region zum Glück der Menschen beitragen.

 

 

 

Der Bereich UNV hatte alle regionalen AkteurInnen mit einer Fragebogenaktion um Angaben und Wissen zu den kulturellen Eigenarten der Region gebeten. Dabei konnten  viele Kenntnisse zu typischen Lebensmitteln und Gerichten zusammengetragen werden, sowie zum Brauchtum, zur Sprache und Literatur der Region, zu typischen Veranstaltungen, zur Kunst, zu historischen Stätten und zur Geschichte, zu charakteristischen Landschaften, Pflanzen und Tierarten zur landschafts-  bezogenen Bildung zur gebauten Landschaften in Stadt und Land und regionstypischen Lebensweisen.
Die Ergebnissammlung kann hier eingesehen werden: Sammlung regionaler Eigenarten (Cultural Marker) der Fokusregion
Sie wurde im weiteren Forschungsprojekt berücksichtigt.

 

 

Erstes Werkstattgespräch  Erstes Werkstattgespräch 

Am 9. Mai 2016 fand das 1. Werkstattgespräch zwischen unseren Wissenschaftspartnern aus Hannover und einigen ExpertInnen und AkteurInnen vor Ort  im Museum für Natur und Umwelt statt, um aktuelle Forschungsergebnisse abzugleichen und sich auszutauschen.

Anschließend wurde die Fokusregion mit der Innovationsgruppe des Projektes bei strahlendem Wetter bereist und bei einigen AkteurInnen und charakteristischen Punkten in Lübeck und Nordwestmecklenburg Halt gemacht, um einen Eindruck der Region zu vermitteln.

Innovationsgruppe

Akteurstreffen am 3. März 2017

 

 

Beim 3. Akteurstreffen am 3. März 2017 wurden nach einer Vorstellung des aktuellen Stands der wissenschaftlichen Ergebnisse  Stärken und Schwächen der Fokusregion vorgestellt, diskutiert und von den TeilnehmerInnen mit Klebepunkten bewertet.

 

Hinsichtlich der von den AkteurInnen eingeschätzten Wichtigkeit der Stärken der Fokusregion waren „Grenzlandschaft“, „Gutshäuser und Schlösser“, „Dörfer“, „Regionale Produkte und Vermarktung“ die meistgenannten.

„Sieger“ bei der Bepunktung der Schwächen der Fokusregion, an denen am meisten gearbeitet werden sollte, war die „Geringe Zusammenarbeit zwischen Lübeck und NWM“, aber auch die „Strukturarmut in NWM durch große Schläge“ , die dort „Fehlende(n) Radwege im Ostseehinterland“ sowie „Mangelndes Marketing für die regionalen Vielfaltslandschaften“ waren hoch bepunktet (s.u.).

Anschließend wurden mögliche Modellprojekte vorgestellt und erörtert. Diese sollen hinsichtlich aller Ergebnisse aus der Region und von den Wissenschaftspartnern geprüft werden und müssen damit kongruent sein, aber auch innovativ, nachhaltig, mit unseren Zielen für die Fokusregion vereinbar und umsetzbar. Abschließend wird entschieden, welches Modellprojekt umgesetzt werden soll und Angebote eingeholt. Bis zum Ende des Gesamtprojektes Ende Februar 2019 sollen die ausgewählten Modellprojekte, die als praktische Folgerung aus der Stärken-Schwächen-Analyse, der Vision und der Kulturlandschaftsstrategie realisiert werden sollen - wo möglich zusammen mit AkteurInnen - umgesetzt und abschließend durch die beteiligten Wissenschaftler auf ihre Nachhaltigkeit, ihren angestrebten Erfolg und ihre Übertragbarkeit auf andere Regionen evaluiert werden.

Modellprojekte

Als nächster Programmpunkt des Nachmittags wurden einige Megatrends vorgestellt, die unserer Leben und unsere Fokusregion in Zukunft längerfristig betreffen werden und deshalb im weiteren Verlauf des Projektes und insbesondere bei Modellprojekten berücksichtigt werden sollten. U.a. wurden alternative Verkehrskonzepte für den ländlichen Raum in Gestalt abrufbarer,  selbstfahrender kleiner Busse aufgeführt sowie der Bio- und Fairtrade-Boom.
Abschließend stand das Thema „Storytelling“ auf der Tagesordnung, das in unserer Fokusregion als Marketinginstrument genutzt werden soll. Die AkteurInnen wurden angeleitet, mit jeweils 6 Personen pro Tisch Fortsetzungsgeschichten mit vorgegebenen, auf Lübeck und das Thema Regiobranding zugeschnittenen, Schlagworten zu schreiben. In kurzer Zeit entstanden 24, mit offensichtlichem Spaß  geschriebene Werke.

Alle Ergebnisse und Folgerungen des Projekts sowie weitere Projektideen finden Eingang in einen Innovationsplan, der 2018 erstellt und in Folge den politischen Gremien der Region vorgelgt wird. Nach einer Evaluationsphase endet das Projekt Regiobranding im Februar 2019.